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Die im Hintergrund waltenden Kräfte, Schwingungen und Spannungen sichtbar zu machen ...

Das Studium bei Oskar Kokoschka, die Auseinandersetzung mit dem Erlebnis der Wahrnehmung und der Austausch mit anderen Künstlern des deutschen Expressionismus prägen nachhaltig das Werk von Hilde Goldschmidt. Inhaltlich widmet sie sich Aktdarstellungen, Stillleben und Porträts, die sie, ähnlich wie die Landschaften, als Spiegel psychologischer Kräfte versteht. Um die im Hintergrund waltenden Kräfte, Schwingungen und Spannungen sichtbar zu machen, gibt sie ihre Motive im Zerrspiegel der eigenen Gefühle wieder, formal reduziert und farblich übersteigert.

Der Tod der Mutter 1949 ist für sie ein herber Verlust. Im gleichnamigen Werk verbindet sie die Darstellung der friedlich entschlafenen Mutter und ihrer eigenen Verzweiflung am Totenbett mit der durch den Verlust einhergehenden Einsamkeit.

Nach dem Zweiten Weltkrieg führt die Farbe in Goldschmidts Arbeiten zunehmend ein Eigenleben: Bruchstückhafte Konturen und Linien verleihen den weitgehend abstrakten Werken Rhythmus und räumliche Verstrebungen, ohne die Gegenständlichkeit jemals gänzlich hinter sich zu lassen.

Geboren 1897 in Leipzig.
1914-19 Studium an der Akademie in Leipzig.
1919 Wechsel an die Akademie in Dresden; 1920-23 Besuch der Meisterklasse von Oskar Kokoschka.
Studienreisen zusammen mit ihrem Lebensgefährten Friedrich Karl Gotsch nach New York, Paris (Académie Colarossi), Rom, Florenz und Capri.
1933 aufgrund eines Skiunfalls siebenmonatiger Krankenhausaufenthalt in Kitzbühel, wo sich die jüdisch-stämmige Malerin infolge der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten in Deutschland niederlässt. Nach dem Anschluss Österreichs 1939 Emigration nach England; dort ist sie in Kontakt mit den ebenfalls emigrierten Künstlern Oskar Kokoschka und Kurt Schwitters.
1950 Rückkehr nach Kitzbühel; ab 1955 Lehrerin an der Internationalen Sommerakademie Salzburg.
Verstorben 1980 in Kitzbühel.


Auszeichnung: 1974 Verleihung des Professorentitels.

New Gallery, New York; Galerie Gaspari, München; Ben Uri Gallery, London; Künstlerhaus Graz; Nora Gallery, Jerusalem; Künstlerhaus Wien; Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck; Staatliche Kunstsammlungen, Dresden; RLB Kunstbrücke, Innsbruck;
1986 „Kunst im Exil in Großbritannien“: Schloss Charlottenburg/Berlin, Oberhausen, London, Wien.