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Die menschliche Figur, ob bei der Arbeit, in der Mutterrolle, als Porträt oder aus der Perspektive der Mode ...

Im Laufe ihrer Ausbildung und frühen Arbeitserfahrungen in verschiedenen europäischen Städten lernt Gina Klaber Thusek nicht nur den Umgang mit verschiedenen Techniken und Werkstoffen, sondern auch die avantgardistischen Strömungen der 20er und 30er Jahre kennen.
Im beschaulichen Meran verarbeitet sie die vielen Eindrücke in ihrem gattungsübergreifenden Schaffen, das neben Gemälden, Skulpturen und Zeichnungen auch Collagen und Assemblagen umfasst, in denen sie Facetten des Neodadaismus und der neu entstehenden Popart reflektiert.

Bei aller Vielfalt fühlt sie sich grundsätzlich als Bildhauerin. Die menschliche Figur, ob bei der Arbeit, in der Mutterrolle, als Porträt oder aus der Perspektive der Mode, zieht sich wie ein Leitfaden durch ihr Schaffen. In der vereinfachten klaren Formensprache ihrer ab Mitte der 50er Jahre entstandenen Skulpturen spiegelt sich der Einfluss ihres Studiums bei Marino Marini.
Trotz großer Bemühungen, im regionalen wie internationalen Kulturbetrieb Fuß zu fassen, bleibt ihr größere öffentliche Anerkennung zeitlebens verwehrt.

Geboren 1900 in Römerstadt, Tschechische Republik.
1909 Übersiedlung nach Wien, Besuch der Graphischen Lehranstalt in Wien.
1921 Heirat mit dem polnischen Ingenieur Oskar Thusek.
1924 übersiedelt das Paar in das tschechische Teplice (Teplitz-Schönau); Besuch der dortigen Fachschule für Keramik.
1936 bis 1939 ist sie in London als Modedesignerin tätig, während ihr Mann in Mailand einer Arbeit nachgeht. Ein Besuch bei ihrem Mann in Italien führt 1939 aufgrund ihrer halbjüdischen Abstammung zum Verlust ihrer polnischen Staatsbürgerschaft. Es folgt die gerichtliche Anweisung, sich in Meran niederzulassen, welches bis zu ihrem Tod ihr Lebensmittelpunkt bleibt. Ihre Konfinierung hält bis 1945 an, ihre Staatenlosigkeit bis 1953.
Ab 1954 Studium der Bildhauerei an der Accademia di Brera bei Prof. Marino Marini.
Sie stirbt 1983 in Meran.

Verschiedene Auszeichnungen, so 1957 der Preis von Suzzara.

Galerie am Dominikanerplatz, Bozen; Kurhaus Meran; Galerie Schöninger, München (Mannheim, Frankfurt und Marburg); Fondazione Livio e Maria Garzanti, Forlì.

Galerie am Dominikanerplatz, Bozen; in Mailand, Florenz, Wien, London, Mannheim (1960), Gävle (1971), Stuttgart und München, Stadtgalerie Bozen.